Als Reaktion auf ein jüngstes Gerichtsurteil in Illinois, das Bitcoin und Ether als Rohstoffe klassifiziert, fordern nigerianische Interessenvertreter die Nigerianische Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) auf, einen ähnlichen Ansatz in ihrem Regulierungsrahmen zu verfolgen.
Wachsende Rolle von Kryptowährungen in der globalen Finanzwelt
Diese Forderung kommt angesichts der wachsenden Rolle von Kryptowährungen in der globalen Finanzwelt. Lucky Uwakwe, Vorsitzender des Blockchain Industry Coordinating Committee of Nigeria (BICCoN), betonte in einem Gespräch mit Cointelegraph die Bedeutung einer klaren Definition von Krypto-Assets.
„Die nigerianische SEC muss Regeln entwickeln, die die Asset-Klasse von Krypto-Assets definieren oder diese in entsprechende Kategorien aufteilen und der Öffentlichkeit erklären, wie diese Krypto-Assets als Wertpapiere oder Rohstoffe klassifiziert werden können“, sagte Uwakwe.
Er wies darauf hin, dass, obwohl die amerikanische SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) sich einig sind, dass Bitcoin und Ether Rohstoffe sind, die Klassifizierung durch den Unterschied zwischen Proof-of-Stake (PoS) und Proof-of-Work (PoW) Protokollen verändert werden könnte.
In Nigeria hat sich das Commodity Board traditionell auf physische Güter wie landwirtschaftliche Produkte und Marktfrüchte konzentriert und zeigt bisher wenig Interesse an digitalen Gütern.
Vielseitige Natur von Kryptowährungen erneut betont
Oladotun Wilfred Akangbe, Chief Marketing Officer bei Flincap, einer Plattform für afrikanische Over-the-Counter-Krypto-Börsen, betonte die vielseitige Natur von Kryptowährungen und die unterschiedlichen Interessen verschiedener nigerianischer Regierungsbehörden, darunter die CBN, SEC, FIRS und NSA.
„Grundlegende Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind sehr wertvolle Rohstoffe geworden, in denen Vermögenswerte bewertet werden“, bemerkte Akangbe. Er betonte die Notwendigkeit unterschiedlicher regulatorischer Ansätze für Bitcoin und Ethereum im Vergleich zu anderen Kryptowährungen.
Akangbe schlug vor, dass sich die SEC in erster Linie auf die Nutzung von Kryptowährungen als Finanzierungsinstrumente, wie Initial Coin Offerings (ICOs), konzentrieren sollte. Ein weiterer lokaler Krypto-Analyst, Rume Ophi, argumentierte, dass jede Kryptowährung einzigartig ist und individuell untersucht werden muss, um festzustellen, ob sie als Wertpapier oder Handelsware qualifiziert ist.
Diese Empfehlungen sind entscheidend, da Nigeria daran arbeitet, einen umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. Durch die Klassifizierung von Bitcoin und Ether als Rohstoffe kann die nigerianische SEC Klarheit und Stabilität auf dem Markt schaffen, Innovationen fördern und gleichzeitig die Einhaltung der Vorschriften gewährleisten.
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